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REST, OData, ODBC, Export: ERP-Schnittstellen verständlich erklärt

Von Lukas Göggel, Goma-IT. Stand:

Daten lassen sich aus einem ERP über eine Programmierschnittstelle (etwa REST oder OData), über einen Datenbankzugriff (etwa ODBC oder SQL) oder über Dateiexporte lesen. Welcher Weg möglich ist, hängt vom System, der Version, dem Betrieb in der Cloud oder im Haus und der Lizenz ab.

In Kürze

  • Programmierschnittstellen sind der sauberste Weg, wenn der Hersteller sie anbietet.
  • Direkter Datenbankzugriff ist bei Cloud-ERP meist nicht möglich.
  • Dateiexporte sind einfach, aber nicht tagesaktuell ohne Automatisierung.
  • Lizenzbedingungen können Zugriffe durch Drittsysteme regeln.

Programmierschnittstelle (API)

Eine API ist eine vom Hersteller vorgesehene Tür, über die andere Programme Daten lesen oder schreiben können. Bei modernen ERP-Systemen ist das oft eine REST-Schnittstelle, manchmal nach dem OData-Standard. Microsoft bietet für Business Central etwa eine API mit REST und OData an.

Vorteil: Der Hersteller unterstützt diesen Weg, Rechte lassen sich steuern, Updates brechen ihn seltener. Nachteil: Nicht jedes System hat eine öffentlich dokumentierte API, und manchmal kostet sie extra.

Datenbankzugriff (ODBC, SQL)

Läuft das ERP im eigenen Haus, liegen die Daten meist in einer Datenbank, etwa Microsoft SQL Server. Über ODBC oder SQL lässt sich direkt lesen.

Vorteil: Zugriff auf fast alle Daten. Nachteil: Die Tabellenstruktur ist oft nicht dokumentiert, kann sich mit Updates ändern, und der Hersteller unterstützt diesen Weg nicht immer. Bei Cloud-ERP ist ein direkter Datenbankzugriff in der Regel nicht vorgesehen.

Dateiexport

Viele ERP-Systeme können Listen als CSV, Excel oder XML exportieren, manuell oder zeitgesteuert.

Vorteil: Einfach und ohne Eingriff ins System. Nachteil: Nur so aktuell wie der letzte Export, und der Umfang ist begrenzt.

Weitere Wege

EDI-Formate für den Austausch mit Handelspartnern, Mail-Schnittstellen oder Zusatzmodule von Partnern. Diese sind meist für bestimmte Abläufe gedacht, nicht für allgemeine Abfragen.

Wie man den richtigen Weg findet

Mit drei Fragen an Hersteller oder ERP-Betreuer: Gibt es eine dokumentierte Schnittstelle für Ihre Version? Ist der Zugriff durch Drittsysteme lizenzrechtlich erlaubt oder kostenpflichtig? Läuft das System in der Cloud oder im Haus? Erst danach lässt sich sagen, ob und wie eine Anbindung möglich ist. Was die Hersteller verbreiteter Systeme öffentlich zu ihren Zugangswegen dokumentieren, haben wir in der Übersicht der ERP-Systeme zusammengetragen.

Häufige Fragen

Welche Schnittstelle hat unser ERP?

Das steht in der Dokumentation des Herstellers oder Sie fragen Ihren ERP-Betreuer. Auf unseren ERP-Seiten haben wir zusammengefasst, was die Hersteller öffentlich angeben.

Brauchen wir eine zusätzliche Lizenz für Zugriffe von außen?

Das hängt vom Hersteller ab. Manche regeln Zugriffe durch Drittsysteme in den Lizenzbedingungen. Das klären wir vor jeder Anbindung.

Wollen Sie das für Ihr Unternehmen klären?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Unterlagen und Programme an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist.

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