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BMD NTCS im Unternehmen: Wie kommen Daten aus Warenwirtschaft und Rechnungswesen in eine KI?

Von Lukas Göggel, Goma-IT. Stand:

Über die Wege, die BMD öffentlich dokumentiert: Exporte, das kostenpflichtige EDI-Modul für Bestellungen und Rechnungen und die Synchronisation mit Microsoft 365. Eine öffentlich dokumentierte Programmierschnittstelle für Drittsysteme haben wir nicht gefunden. Welcher Weg bei Ihnen passt, klärt man mit dem BMD-Betreuer.

In Kürze

  • BMD bietet unter dem Namen Fox eigene KI-Funktionen in der Software an.
  • Öffentlich dokumentiert sind Exporte, EDI auf XML-Basis und eine Microsoft-365-Synchronisation.
  • Eine öffentliche REST-Schnittstelle für Drittsysteme ist nicht dokumentiert.
  • Dokumente und Postfächer außerhalb von BMD lassen sich unabhängig davon einbeziehen.

Über die Wege, die BMD öffentlich beschreibt: Exporte aus Warenwirtschaft und Rechnungswesen, das kostenpflichtige EDI-Modul für den genormten Austausch von Bestellungen, Rechnungen und Preislisten und die Synchronisation mit Microsoft 365. Eine öffentlich dokumentierte Programmierschnittstelle (REST oder OData) für Drittsysteme haben wir nicht gefunden (Stand Oktober 2026). Welcher Weg bei Ihnen in Frage kommt, klärt man am besten gemeinsam mit Ihrem BMD-Betreuer.

Was kann BMD selbst mit KI?

BMD bietet mehrere KI-Funktionen unter dem Namen Fox an. Der Chatbot BMD Fox beantwortet seit 2024 Fragen zur Bedienung der Software. Laut den Bedingungen für KI-Dienste von BMD (Stand Juli 2026) gibt es außerdem Funktionen zum Formulieren von Texten, zum Filtern von Tabellen in normaler Sprache, für Analysen und für Spracheingabe.

Diese Funktionen arbeiten in BMD und mit den Daten, die dort liegen. Wer vor allem in BMD schneller filtern oder auswerten will, sollte sie zuerst ansehen. Eine KI-Belegerkennung führen die genannten Bedingungen nicht auf. Für gescannte Belege dokumentiert BMD eine eigene Texterkennung über BMD Scan, für das KI-gestützte Auslesen nennt BMD Partnerlösungen anderer Anbieter.

Wann braucht es eine KI außerhalb von BMD?

Wenn die Antwort nicht nur in BMD steht. Ein Beispiel aus einem Produktionsbetrieb: Die Kostenrechnung zeigt, dass ein Projekt deutlich über dem Plan liegt. Warum, steht in einem Nachtrag, den der Kunde per Mail bestätigt hat, und in zwei Lieferantenrechnungen mit Preisaufschlag. BMD kennt die Zahlen, die Mail und der Nachtrag liegen woanders.

Eine Wissensdatenbank führt solche Quellen zusammen. Für die Dokumente und Postfächer braucht sie keinen Zugang zu BMD, für die Zahlen aus der Kostenrechnung schon.

Welche Wege gibt es, um Daten aus BMD herauszubekommen?

Exporte. Auswertungen, Listen und Stammdaten lassen sich aus BMD exportieren. Ein regelmäßiger Export, etwa der offenen Posten oder der Kundenumsätze, kann in die Wissensdatenbank einfließen. Das ist der einfachste Weg, aber nur so aktuell wie der letzte Export.

EDI-Schnittstellen. BMD dokumentiert EDI auf XML-Basis für Bestellungen, Rechnungen im ebInterface-Format, Lieferavis und Preislisten, ausgetauscht über Verzeichnis, FTP oder E-Rechnung. Das Modul ist kostenpflichtig. Für eine Automatisierung ist das interessant, weil sie Bestellungen aus Mails als EDI-Datei vorbereiten kann, die BMD einliest, sofern Sie das Modul nutzen.

Microsoft-365-Synchronisation. BMD kann mit Microsoft 365 synchronisieren. Was dabei übertragen wird und ob sich das für eine KI nutzen lässt, hängt von der Einrichtung ab.

Datenbank. Bei Installationen im eigenen Haus liegt die Datenbank auf Microsoft SQL Server. Ob BMD einen lesenden Zugriff von Drittsystemen darauf vorsieht, geht aus den öffentlichen Unterlagen nicht hervor. Diesen Weg sollte niemand ohne Rücksprache mit BMD oder dem Betreuer gehen.

Ob einer dieser Wege bei Ihnen geht, zeigt die Prüfung Ihrer Installation.

Spielt es eine Rolle, ob BMD im Haus oder in der Cloud läuft?

Ja. NTCS läuft entweder im eigenen Haus oder in der BMD Cloud. Bei einer Installation im Haus kommen grundsätzlich mehr Wege in Betracht, und auch die KI kann auf Wunsch im selben Haus betrieben werden. In der BMD Cloud bleiben vor allem die Wege, die BMD selbst vorsieht.

Was sollten Sie mit Ihrem BMD-Betreuer klären?

  • Welche Module sind lizenziert, insbesondere EDI?
  • Läuft NTCS im Haus oder in der BMD Cloud?
  • Welche Exporte gibt es bereits, und lassen sie sich zeitgesteuert erstellen?
  • Was sagt BMD zu lesenden Zugriffen durch andere Programme?

Mit diesen Antworten lässt sich schnell einschätzen, welche Daten aus BMD realistisch einbezogen werden können.

Wo fängt man an?

Oft mit dem, was ohne BMD-Zugang geht: Eingangsrechnungen aus dem Postfach auslesen und zur Prüfung vorbereiten, oder eine Wissensdatenbank für Verträge und Korrespondenz. Die Daten aus BMD kommen dazu, sobald der Weg geklärt ist. Was wir öffentlich über BMD NTCS gefunden haben, mit allen Quellen, steht auf der Seite BMD NTCS.

Häufige Fragen

Brauchen wir für den Anfang überhaupt einen Zugang zu BMD?

Nein. Eine Wissensdatenbank für Verträge, Korrespondenz und Ablagen lässt sich ohne BMD einrichten, ebenso das Auslesen von Rechnungen in eine Prüfliste. Daten aus BMD kommen dazu, sobald der Weg mit Ihrem Betreuer geklärt ist. Goma-IT ist übrigens kein Partner von BMD.

Gilt das auch für Steuerberatungskanzleien mit BMD?

Dieser Beitrag behandelt BMD im Unternehmen, also Warenwirtschaft, Buchhaltung und Kostenrechnung im eigenen Betrieb. Für Kanzleien gibt es eine eigene Seite auf ki-fuer-steuerberater.at.

Wollen Sie das für Ihr Unternehmen klären?

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