Unsere ERP-Kunden fragen nach KI: Wie kann ein Systemhaus antworten, ohne selbst KI-Spezialisten aufzubauen?
Indem es die Wünsche der Kunden sauber einordnet und die Umsetzung mit einem Dienstleister im Hintergrund teilt. Das Systemhaus bringt das Wissen über die ERP-Installation ein, der Dienstleister Erfahrung mit Sprachmodellen, Texterkennung und Automatisierung. Der Kunde behält einen Ansprechpartner.
In Kürze
- KI-Wünsche von ERP-Kunden lassen sich oft einigen wiederkehrenden Mustern zuordnen.
- Ein Teil davon deckt die KI des ERP-Herstellers ab, ein Teil nicht.
- Für den Rest braucht es Wissen über die Installation und über KI, selten beides in einer Hand.
- Goma-IT arbeitet als Dienstleister im Hintergrund, nicht als Partner eines ERP-Herstellers.
Indem es die Wünsche der Kunden einordnet und die Umsetzung teilt. Ein Systemhaus kennt die ERP-Installation, die Zugänge und die Eigenheiten jedes Kunden. Was meist fehlt, ist Erfahrung mit Sprachmodellen, Texterkennung und Automatisierungswerkzeugen. Diese Lücke lässt sich mit einem Dienstleister im Hintergrund schließen, ohne dass der Kunde einen zweiten Ansprechpartner bekommt.
Was wollen ERP-Kunden eigentlich, wenn sie nach KI fragen?
Selten „KI“ an sich. Hinter der Frage stecken meist wenige wiederkehrende Wünsche:
- Weniger abtippen: Eingangsrechnungen, Bestellmails, Auftragsbestätigungen sollen nicht mehr von Hand ins ERP.
- Schneller Antworten finden: Fragen zu Kunden, Aufträgen und Vereinbarungen ohne Bericht und Excel-Export.
- Daten aufräumen: Dubletten und Lücken im Kunden- und Artikelstamm.
- Texte vorbereiten: Produktbeschreibungen, Kundeninformationen, Antwortentwürfe.
- Datenschutz klären: Was dürfen wir überhaupt, und wo laufen die Daten?
Wer die Frage nach KI in einen dieser Wünsche übersetzt, kann dem Kunden schon im ersten Gespräch eine vernünftige Richtung geben.
Welche Wünsche deckt die KI des Herstellers ab?
Viele ERP-Hersteller bauen inzwischen eigene KI-Funktionen ein. Microsoft hat Copilot in Business Central Online, mesonic bewirbt AIDA für WinLine, Odoo hat mit Version 19 viele KI-Funktionen eingeführt, BMD bietet die Fox-Funktionen an. Solche Funktionen arbeiten mit den Daten im ERP und sind für den Kunden oft der naheliegende erste Schritt.
Die Lücke liegt fast immer an derselben Stelle: Daten, die außerhalb des ERP ankommen oder liegen. Rechnungen im Postfach, Verträge am Fileserver, Bestellungen als PDF, Absprachen in Mails. Genau dort setzen Wissensdatenbank und Automatisierung an.
Warum nicht selbst aufbauen?
Das ist eine legitime Entscheidung, wenn ein Systemhaus KI zu einem eigenen Geschäftsfeld machen will. Es braucht dafür aber mehr als einen Kurs: Wissen über Sprachmodelle und ihre Grenzen, über Texterkennung, über Automatisierungswerkzeuge, über Datenschutz bei KI-Diensten und über den Betrieb von Servern, die all das zuverlässig ausführen. Für viele Systemhäuser ist das zu viel Aufbau für eine Handvoll Kundenprojekte.
Wie sieht eine Zusammenarbeit im Hintergrund aus?
Bei Goma-IT so: Das Systemhaus erkennt den Bedarf beim Kunden, führt das Gespräch und macht das Angebot unter eigenem Namen. Gemeinsam wird geprüft, welche Zugänge zum ERP und zu den Ablagen möglich sind. Das Systemhaus richtet im ERP ein, was dort nötig ist, Goma-IT baut Wissensdatenbank und Automatisierungen auf und betreibt sie.
Ob eine Anbindung beim jeweiligen Kunden geht, zeigt die Prüfung der konkreten Installation, nicht das Systemhaus allein und nicht Goma-IT allein. Gerade dafür ist die Zusammenarbeit da.
Wichtig für die Einordnung: Goma-IT ist bei keinem ERP-Hersteller Partner und tritt auch nicht so auf. Die Zuständigkeit für das ERP bleibt beim Systemhaus.
Welche Fragen helfen im ersten Kundengespräch?
- Welche Tätigkeit kostet im Büro am meisten Zeit, und wo kommen die Daten dafür her?
- Liegen die Antworten auf typische Fragen im ERP oder auch in Mails und Dokumenten?
- Läuft das ERP im Haus oder in der Cloud, und welche Lizenz hat der Kunde?
- Gibt es Vorgaben zum Datenschutz, etwa vom Konzern oder aus Kundenverträgen?
- Wurden die KI-Funktionen des Herstellers schon ausprobiert?
Mit diesen Antworten lässt sich gemeinsam einschätzen, ob und welche Leistung passt.
Wie geht es weiter?
Wie die Zusammenarbeit mit Systemhäusern im Detail aufgebaut ist, was Goma-IT einbringt und was von Ihnen gebraucht wird, steht auf der Seite Für Systemhäuser.
Häufige Fragen
Was passiert mit unserem Kundenkontakt?
Der Kunde bleibt Ihr Kunde. Goma-IT arbeitet im Hintergrund und tritt nur dann direkt mit ihm in Kontakt, wenn Sie das wollen. Das wird schriftlich festgehalten.
Müssen wir selbst Zugänge zum ERP einrichten?
Meist ja, denn Sie kennen die Installation. Typisch sind ein eigener Benutzer für den Zugriff, freigegebene Felder oder ein Importformat. Was genau nötig ist, hängt vom ERP und vom Vorhaben ab.