Zum Inhalt springen

Copilot in Business Central oder eigene KI: Was passt wofür?

Von Lukas Göggel, Goma-IT. Stand:

Copilot in Business Central unterstützt bei Aufgaben im ERP selbst, etwa bei Auswertungen, Bankabstimmung und mit Agenten für Verkauf und Einkauf, und ist nur in der Online-Version verfügbar. Eine eigene Wissensdatenbank ist sinnvoll, wenn Fragen auch Dokumente, Postfächer oder andere Systeme betreffen oder Business Central im Haus läuft.

In Kürze

  • Copilot ist seit 2023 Teil von Business Central, Grundfunktionen sind laut Microsoft in der Lizenz enthalten.
  • Copilot und die Agenten gibt es nur in Business Central Online, nicht im eigenen Rechenzentrum.
  • Business Central bietet eine offizielle Programmierschnittstelle (API) nach REST und OData für lesende und schreibende Zugriffe.
  • Eine eigene Wissensdatenbank ergänzt Quellen außerhalb des ERP, etwa Mails und Verträge.

Was Copilot in Business Central kann

Microsoft hat Copilot seit 2023 schrittweise in Business Central eingebaut. Laut der Microsoft-Dokumentation (Stand Oktober 2026) gehören dazu unter anderem Hilfe bei Auswertungen in Listen, ein Chat, Zusammenfassungen, Unterstützung bei der Bankabstimmung sowie Agenten, die Verkaufsangebote und -aufträge aus Mails, Eingangsrechnungen oder, derzeit als Vorschau, Spesenabrechnungen vorbereiten. Copilot ist laut Microsoft ohne Aufpreis in der Business-Central-Lizenz enthalten, Fair-Use-Regeln, Kontingente oder Preise behält sich Microsoft aber vor. Die Agenten rechnet Microsoft gesondert nach Verbrauch ab.

Der Vorteil: Copilot arbeitet direkt in den Seiten von Business Central und kennt die Daten dort.

Wo die Grenzen liegen

  • Nur online: Copilot und die Agenten sind laut Microsoft nicht für Installationen im eigenen Rechenzentrum verfügbar.
  • Fokus auf Business Central: Dokumente am Fileserver, Postfächer außerhalb von Microsoft 365 oder ein DMS eines anderen Herstellers sind nicht automatisch Teil der Antworten.

Wann eine eigene Wissensdatenbank dazukommt

Wenn Fragen über das ERP hinausgehen, etwa „Was wurde mit dem Lieferanten zur Preiserhöhung vereinbart, und welche Bestellungen sind betroffen?“. Die Antwort steckt dann in Business Central und in Mails oder Verträgen. Eine Wissensdatenbank kann beide Quellen zusammenführen, wenn ein lesender Zugang möglich ist. Business Central bietet dafür laut Microsoft eine API nach REST und OData an; ob und wie sie in Ihrer Umgebung genutzt werden kann, klären wir vor einem Angebot. Was wir öffentlich über Business Central und KI gefunden haben, steht auf der Seite KI für Anwender von Business Central.

Auch Unternehmen, die Business Central im eigenen Haus betreiben, haben keinen Copilot. Für sie kann eine eigene Lösung der einzige Weg zu KI-Unterstützung sein.

Wie man vorgeht

  1. Prüfen, welche Copilot-Funktionen in Ihrer Version und Region verfügbar sind.
  2. Typische Fragen sammeln und nachsehen, wo die Antworten liegen.
  3. Nur für die Lücken eine zusätzliche Lösung in Betracht ziehen.

Häufige Fragen

Was kosten die Agenten in Business Central?

Die Agenten für Verkaufsaufträge, Eingangsrechnungen und Spesen rechnet Microsoft nach Verbrauch ab, in sogenannten Copilot Credits, die vorab gekauft oder nutzungsbasiert bezahlt werden. Wie viele Credits ein Arbeitsschritt verbraucht, steht in der Microsoft-Dokumentation zu Business Central, den Preis je Credit nennt Microsoft auf seinen Preisseiten (Stand Oktober 2026).

Wer ist für Copilot und die Business-Central-Lizenz zuständig?

Microsoft beziehungsweise Ihr Business-Central-Partner. Goma-IT ist kein Partner von Microsoft und arbeitet unabhängig. Business Central und Copilot sind Produkte von Microsoft.

Wollen Sie das für Ihr Unternehmen klären?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Unterlagen und Programme an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist.

Erstgespräch vereinbaren

Lieber gleich reden? Rufen Sie an:
+43 699 17119818