Produkttexte und Händler-Newsletter mit KI vorbereiten: Wie geht das ohne Marketingabteilung?
Mit einer Content-Automatisierung schreibt die KI aus Stichpunkten oder einer kurzen Sprachnachricht Entwürfe für Produktseite, Newsletter oder LinkedIn, im Tonfall des Unternehmens. Fachliche Angaben prüft jemand aus dem Haus, veröffentlicht wird erst nach Freigabe. So kommt Wissen aus Technik und Vertrieb regelmäßig nach außen.
In Kürze
- Eingabe sind Stichpunkte oder eine Sprachnachricht, nicht ein fertiger Text.
- Ein Stilprofil aus bisherigen Texten sorgt für den passenden Ton.
- Maße, Normen und Lieferbarkeit prüft weiterhin jemand aus dem Haus.
- Nichts wird ohne Freigabe veröffentlicht oder versendet.
Das eigentliche Problem ist selten das Schreiben
In vielen Unternehmen mit ERP ist der neue Artikel längst angelegt, mit Nummer, Preis und Gewicht. Was fehlt, ist der Text für Website, Shop oder Händler-Newsletter. Die Personen, die den Artikel am besten kennen, sitzen in Technik, Einkauf oder Außendienst und haben anderes zu tun. Marketing ist oft eine halbe Stelle.
Eine Content-Automatisierung setzt genau dort an: Sie holt das Wissen in der Form ab, in der es ohnehin vorhanden ist, und macht daraus einen Entwurf.
Wie der Ablauf aussieht
- Jemand aus dem Fachbereich schreibt ein paar Stichpunkte oder spricht eine Sprachnachricht auf: Wofür ist der Artikel, was ist neu, ab wann lieferbar?
- Die KI schreibt daraus Entwürfe für die gewünschten Kanäle, etwa Produktseite, Newsletter-Abschnitt, LinkedIn-Beitrag oder kurzes Video-Skript.
- Die Entwürfe folgen einem Stilprofil, das aus Ihren bisherigen Texten erstellt wurde.
- Die zuständige Person prüft Inhalt und Ton, korrigiert und gibt frei.
- Erst dann wird veröffentlicht oder versendet.
Was ein Stilprofil leistet und was nicht
Das Stilprofil hält fest, wie Ihr Unternehmen schreibt: Anrede, Satzlänge, Fachbegriffe, Wörter, die Sie vermeiden. Damit klingen Entwürfe näher an Ihren eigenen Texten. Für fehlerfreie Fakten sorgt es aber nicht. Deshalb ist die fachliche Prüfung kein Formalakt, sondern der wichtigste Schritt.
Wo Vorsicht nötig ist
- Technische Angaben, Normen und Zulassungen: Eine KI kann Zahlen falsch übernehmen oder Angaben ergänzen, die nicht stimmen.
- Werbeaussagen: Vergleiche und Superlative müssen belegbar sein. Was nicht belegt ist, gehört gestrichen.
- Kundennamen und Referenzen: nur mit Zustimmung des Kunden.
Diese Punkte sind allgemeine Hinweise und ersetzen keine Rechtsberatung, etwa zum Wettbewerbsrecht.
Für wen es sich lohnt
Für Hersteller und Händler, die regelmäßig Neuheiten, Sortimentsänderungen oder Messetermine kommunizieren möchten, es aber mangels Zeit nicht tun. Wer ohnehin eine Agentur für laufende Inhalte beauftragt, gewinnt weniger. Wer jeden Text selbst feilt, ebenfalls.
Häufige Fragen
Können Produkttexte direkt aus den Artikeldaten im ERP entstehen?
Wenn Bezeichnung, Maße und Werkstoff aus dem ERP gelesen werden können, dienen sie als Grundlage. Ob Ihr ERP diese Felder herausgibt, klären wir vorher. Ohne Zugang funktionieren Stichpunkte genauso.
Wem gehören die Texte?
Die Entwürfe entstehen für Ihr Unternehmen und werden von Ihnen freigegeben und veröffentlicht. Fragen zu Urheber- und Nutzungsrechten an KI-gestützten Texten sind allgemein noch in Bewegung; das ersetzt keine Rechtsberatung.
Was gehört nicht in die Eingaben?
Interne Konditionen, Kundennamen ohne Zustimmung und vertrauliche Zahlen. Welche Dienste die Eingaben verarbeiten, legen wir vor dem Start schriftlich offen.